Die anhaltenden Menschenströme in Mexiko und die immer häufigeren Bewegungen in den Norden des Landes erhöhen den Bedarf sowohl für die MigrantInnen als auch für die aufnehmenden Bevölkerungsgruppen. Obwohl zahlreiche humanitäre Organisationen an der Südgrenze zu Guatemala tätig sind, konzentrieren sich diese hauptsächlich auf den Küstenkorridor und lassen die Migranten, die die sogenannte „Dschungelroute“ und den zentralen Korridor nutzen, in einer sehr prekären Situation zurück.

Ein Großteil der Migranten, die den „Dschungelkorridor“ durchqueren, findet sich in Aufnahmezentren wieder, wo sie grundlegende Unterstützung, hauptsächlich ein Dach über dem Kopf und Nahrung, erhalten. Angesichts des wachsenden Zustroms sind die Kapazitäten permanent überlastet und nur wenige internationale Organisationen sind vor Ort, um die grundlegenden Gesundheits- und Schutzdienste zu ergänzen.

Der Bedarf ist immens, insbesondere an direkter Gesundheitshilfe, psychosozialer Unterstützung und spezialisierten Interventionen auf geschlechtsspezifische Gewalt.

In diesem Kontext ist die Arbeit von Médecins du Monde schnell und wird ständig an die dringendsten Bedürfnisse angepasst. Mit unserem mobilen Team bieten wir Zugang zur medizinischen Grundversorgung sowie zu psychischer Gesundheit und psychosozialer Unterstützung.

Eine mobile Klinik für die am stärksten gefährdeten Menschen

Unser mobiles Team bietet Zugang zu medizinischer Grundversorgung sowie zu psychosozialer Unterstützung und psychischer Gesundheit. Besondere Aufmerksamkeit wird Kindern, Jugendlichen und Frauen gewidmet, die mehrfach gefährdet sind.

Jede Woche wird die mobile Klinik an den wichtigsten Zufluchtsorten im Dschungelkorridor stationiert: Tenosique, Palenque und Salto de Agua. Die Mobilität und die Flexibilität des Modus Operandi ermöglichen es dem Team vor Ort, seine Interventionen ständig anzupassen und sich auf veränderte Rahmenbedingungen einzustellen. Das Fahrzeug, das bei unserer Intervention während der Covid-Krise in San Cristobal de Las Casas eingesetzt wurde, ist für medizinische und psychologische Beratungen ausgestattet. Fälle, die nicht vor Ort vom Team der mobilen Klinik behandelt werden können, werden an das lokale und regionale Gesundheitssystem oder an andere Akteure und Partner, die spezifische Dienstleistungen erbringen, verwiesen. Je nach Bedarf und Präsenz in den offiziellen Unterkünften interveniert unser mobiles Team direkt in diesen Häusern für Migranten.

Die Intervention hat auch einen präventiven Aspekt durch Gesundheitsförderungs- und Aufklärungsaktivitäten, die gemeinsam mit der Migrantenbevölkerung und den Aufnahmegemeinschaften durchgeführt werden.

 

Unser Engagement für 3 Hauptergebnisse

Wir setzen uns dafür ein, dass die Migranten- und die Aufnahmebevölkerung einen effektiven Zugang zur medizinischen Grundversorgung in einem sicheren und vertraulichen Raum erhalten. Das Team der mobilen Klinik steht auch an vorderster Front, wenn es darum geht, Fälle von geschlechtsspezifischer Gewalt zu erkennen und zu behandeln.

Unsere Arbeit für die Migrantenbevölkerung und die Aufnahmegemeinschaften ermöglicht den Zugang zu psychischen Gesundheitsdiensten und psychosozialer Unterstützung, einschließlich psychologischer Beratung und Freizeitaktivitäten.

Durch unsere Mobilisierung vor Ort schärfen wir das Bewusstsein der Bevölkerung für Gesundheitsfragen. Unsere Bemühungen konzentrieren sich insbesondere auf die Prävention von geschlechtsspezifischer Gewalt, sexuell übertragbaren Krankheiten und guten Hygienepraktiken.

 

Andere Projekte mit diesem Thema

  • RESPEKT der Rechte auf sexuelle und reproduktive Gesundheit von Teenagern und Jugendlichen
  • Prävention und Betreuung von Frühschwangerschaften
  • Stärkung der sexuellen Gesundheit und der sexuellen Rechte
  • Gesundheitsförderung für Mutter und Kind
  • P.A.S.S.