In Kamerun befinden sich die beiden englischsprachigen Regionen Nordwesten und Südwesten seit 2019 in einer vernachlässigten humanitären Krise. In Bamenda schützen wir Menschen, die der Gewalt ausgesetzt sind, und entwickeln ein umfassendes und nachhaltiges Angebot für die Betreuung der Opfer. Médecins du Monde bringt seine medizinische Expertise ein und fördert den Dialog zwischen den Gemeinschaften, den Verbänden und den lokalen Akteuren. Es ist dieser Ansatz, zusammen mit der Bevölkerung, der es uns ermöglicht, unsere Aktivitäten in einem angespannten Umfeld fortzusetzen.

Der bewaffnete Aufstand in diesen beiden Regionen hat mehr als 650’000 Menschen – die Hälfte davon Kinder – gezwungen, ihre Heimat zu verlassen. Médecins du Monde unterstützt diese intern vertriebenen Personen in der Stadt Mbouda und den umliegenden Dörfern.

 

Unsere Aktivitäten vor Ort

Aufbau einer hochwertigen Betreuung

Innerhalb des Regionalkrankenhauses von Bamenda bietet die Anlaufstelle für Opfer geschlechtsspezifischer Gewalt eine umfassende ganzheitliche Betreuung. Dies bedeutet medizinische, rechtliche, psychosoziale, soziale, schulische und berufliche Betreuung (sozio-professionelle Wiedereingliederung der Überlebenden). Die Opfer werden dort kostenlos, 7 Tage die Woche und 24 Stunden am Tag betreut.

Gründung eines Schutzkreises

Médecins du Monde stärkt auch die Kompetenzen von Gesundheitsfachkräften und organisiert Beratungsgespräche für Kinder, die Gewalt ausüben.

Wir führen auch Sensibilisierungsmaßnahmen durch und organisieren Aufführungen zum Thema Gewalt.

Begleitung von intern vertriebenen Schülerinnen und Schülern

Die zunehmende Unsicherheit in den beiden englischsprachigen Regionen hat viele Familien zur Flucht gezwungen. Schätzungen zufolge wurden mehr als 300.000 Kinder plötzlich aus ihren Häusern entwurzelt.

Um sich um die psychische Gesundheit dieser jungen Menschen zu kümmern, organisieren wir Nachhilfeaktivitäten und Kinoanimationen zu Schutzthemen. Um ihr Wohlbefinden zu steigern, organisieren wir auch spielerische Aktivitäten in den Schulen, wie z. B. das Anlegen eines Gemüsegartens oder Tanzkurse.

In der Schule in Bamaka lernen die Kinder die Grundlagen der biologischen Landwirtschaft, indem sie sich täglich um den Schulgarten kümmern.

Andere Projekte mit diesem Thema

  • Prävention und Bewältigung von geschlechtsspezifischer Gewalt und Bildung im Bereich der sexuellen und reproduktiven Gesundheit
  • Prävention von geschlechtsspezifischer Gewalt in Schulen, Familien und Gemeinschaften
  • Sichere und inklusive Stadt für Mädchen im Dantokpa-Markt und Umgebung
  • Betreuung von Opfern geschlechtsspezifischer Gewalt
  • Schule ohne Gewalt