Erdbeben in Kolumbien: Auch zwei Monate danach ist der Gesundheitszugang für die betroffene Bevölkerung immer noch sehr schwierig
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Das Erdbeben der Stärke 7,4, das Kolumbien vor zwei Monaten heimgesucht hat, hat zahlreiche Häuser und Infrastruktureinrichtungen zerstört. Die vor Ort eingesetzten Teams des Netzwerks Ärzte der Welt haben den Bedarf im Gesundheitsbereich ermittelt und zahlreiche Hindernisse für die betroffene Bevölkerung festgestellt.
Zahlreiche Hindernisse beim Zugang zur medizinischen Versorgung
Bei ihrer Bestandsaufnahme haben die Teams mehrere große Hindernisse festgestellt: Bewegungsbeschränkungen, geografische und verkehrstechnische Isolation, Versorgungsengpässe im Bereich der sexuellen und reproduktiven Gesundheit, Mangel an Fachkräften und Schwierigkeiten beim Zugang zu Gesundheitszentren.
Ein Notfallteam in Buenaventura im Einsatz
Ein Notfallteam von Ärzte der Welt wurde entsandt, um die dringendsten Bedürfnisse zu decken. Bis zum 1. September hatte es Folgendes geleistet:
- 2.193 Konsultationen in der medizinischen Grundversorgung;
- 778 Konsultationen im Bereich der psychischen Gesundheit;
- 364 Konsultationen im Bereich der sexuellen und reproduktiven Gesundheit.
Außerdem wurden Workshops zur psychologischen Ersten Hilfe für die Bevölkerung organisiert.
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Mobile Klinik von Ärzte der Welt in Quibdó, im Departement Chocó, Kolumbien. August 2026
Ungleichheiten, die sich in der Notlage verschärfen
Diese Notlage betrifft nicht alle Menschen gleichermaßen. Menschen, die ohnehin schon mit sozialen, wirtschaftlichen oder geografischen Benachteiligungen zu kämpfen haben, stoßen auf mehr Hindernisse beim Zugang zur medizinischen Versorgung – was die Notwendigkeit einer angemessenen und inklusiven humanitären Hilfe noch verstärkt.