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Erdbeben in Kolumbien: Auch zwei Monate danach ist der Gesundheitszugang für die betroffene Bevölkerung immer noch sehr schwierig

News 13.10.2026
Clinique mobile suite au séisme du 10 août 2026. Quibdó dans le département de Chocó © MdM

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  • Erdbeben in Kolumbien: Auch zwei Monate danach ist der Gesundheitszugang für die betroffene Bevölkerung immer noch sehr schwierig

Das Erdbeben der Stärke 7,4, das Kolumbien vor zwei Monaten heimgesucht hat, hat zahlreiche Häuser und Infrastruktureinrichtungen zerstört. Die vor Ort eingesetzten Teams des Netzwerks Ärzte der Welt haben den Bedarf im Gesundheitsbereich ermittelt und zahlreiche Hindernisse für die betroffene Bevölkerung festgestellt.

Zahlreiche Hindernisse beim Zugang zur medizinischen Versorgung

Bei ihrer Bestandsaufnahme haben die Teams mehrere große Hindernisse festgestellt: Bewegungsbeschränkungen, geografische und verkehrstechnische Isolation, Versorgungsengpässe im Bereich der sexuellen und reproduktiven Gesundheit, Mangel an Fachkräften und Schwierigkeiten beim Zugang zu Gesundheitszentren.

Ein Notfallteam in Buenaventura im Einsatz

Ein Notfallteam von Ärzte der Welt wurde entsandt, um die dringendsten Bedürfnisse zu decken. Bis zum 1. September hatte es Folgendes geleistet:

  • 2.193 Konsultationen in der medizinischen Grundversorgung;
  • 778 Konsultationen im Bereich der psychischen Gesundheit;
  • 364 Konsultationen im Bereich der sexuellen und reproduktiven Gesundheit.

Außerdem wurden Workshops zur psychologischen Ersten Hilfe für die Bevölkerung organisiert.

Patient et patiente à la clinique mobile de Médecins du Monde à Quibdó, département de Chocó, Colombie. Août 2026 © MdM

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Mobile Klinik von Ärzte der Welt in Quibdó, im Departement Chocó, Kolumbien. August 2026

Ungleichheiten, die sich in der Notlage verschärfen

Diese Notlage betrifft nicht alle Menschen gleichermaßen. Menschen, die ohnehin schon mit sozialen, wirtschaftlichen oder geografischen Benachteiligungen zu kämpfen haben, stoßen auf mehr Hindernisse beim Zugang zur medizinischen Versorgung – was die Notwendigkeit einer angemessenen und inklusiven humanitären Hilfe noch verstärkt.