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Erdbeben in Kolumbien: Médecins du Monde engagiert sich, um der Bevölkerung zu helfen

News 11.08.2026
les décombres d'un bâtiment endommagé après un séisme de magnitude 7,4 à Pereira, en Colombie, le 11 août 2026. © Keystone/EPA EFE/Carlos_Ortega

© Keystone/EPA EFE/Carlos Ortega

  • Erdbeben in Kolumbien: Médecins du Monde mobilisiert sich, um der Bevölkerung Hilfe zu leisten

Ein Erdbeben der Stärke 7,4 hat Kolumbien am Montag, 10. August – gegen 7:34 Uhr Ortszeit (14:34 Uhr in der Schweiz) schwer getroffen. Es hat erhebliche Schäden an der Infrastruktur verursacht und lässt eine hohe Zahl an Opfern befürchten. Unsere Teams vom Netzwerk Médecins du Monde vor Ort sind daran, den Bedarf zu ermitteln und werden den betroffenen Menschen Nothilfe leisten.

Das Epizentrum des Erdbebens liegt im Departement Chocó, in der Nähe von Quibdó. Médecins du Monde ist dort mit einem Büro und medizinischem Fachpersonal präsent und in der Region im Einsatz. Die lokalen Behörden melden mehrere Tote, zahlreiche Verletzte und erhebliche Schäden an Gebäuden. Die Erschütterungen waren bis nach Bogotá sowie in mehreren kolumbianischen Städten und in den Nachbarländern zu spüren. Die Mitarbeiter:innen von Médecins du Monde in Kolumbien sind wohlauf.

Unsere Priorität besteht derzeit darin, die Bedürfnisse der vom Erdbeben betroffenen Bevölkerung zu ermitteln und so schnell wie möglich medizinische Hilfe zu leisten. Unsere Teams vor Ort, insbesondere das in der Nähe des Epizentrums in Quibdó, sind bereits im Einsatz und stellen schwere Schäden fest. Es ist noch zu früh für konkrete Zahlen, doch wir rechnen mit einer beträchtlichen Anzahl von Verletzten.

Elise Lesieur

Leiterin internationale Einsätze Médecins du Monde

Während weiterhin mehrere Nachbeben erfolgt sind, ermitteln unsere Teams gerade in Abstimmung mit den lokalen Behörden und den vor Ort tätigen humanitären Organisationen den medizinischen Bedarf der vom Erdbeben betroffenen Bevölkerung. Wir sind bereit und können ab sofort in den am stärksten betroffenen Gebieten Hilfe leisten. Ein erstes Team mit Stützpunkt in Quibdó kann seine mobile Klinik so nah wie möglich an den Verletzten im Epizentrum aufstellen. Ein zweites Team, das in Bogotá basiert und für Notfälle zuständig ist, steht ebenfalls zum Einsatz bereit.

Das seit 1987 in Kolumbien tätige internationale Netzwerk Médecins du Monde engagiert sich für Bevölkerungsgruppen, die von Konflikten, Vertreibung und humanitären Krisen betroffen sind. Wir sind insbesondere in ländlichen und abgelegenen Gebieten aktiv, in denen der Zugang zur medizinischen Versorgung nach wie vor schwierig ist, und bieten medizinische Grundversorgung, Gesundheitsversorgung im Bereich der sexuellen und reproduktiven Gesundheit, psychische Gesundheitsversorgung sowie psychosoziale Unterstützung an.

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